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Ernährung

Einführung:
Wie bei anderen Tierarten ist auch bei den Bartagamen die richtige Ernährung
wichtig, sollte man hierbei Fehler machen, so ist dies nur schwer bis
garnicht zu beheben. So können zu viel tierisches wie auch falsches
pflanzliches Futter bei Bartagamen ernährungsbedingte Krankheiten hervor
rufen. Legen Sie daher ein besonderes Augenmerk auf die Ernährung ihrer
Schützlinge.
Da Bartagamen zu den sogenannten
Ansitz/-Lauerjägern gehören, vergeuden dies ihre Zeit nicht mit der aktiven
Jagd an Futtertieren, sondern warten meist passiv auf einem geeigneten Platz
darauf, dass ein Bäutetier an ihnen vorbei kommt oder sich in Sichtweite
befindet. Erspähen sie ein Futtertier, so warten sie auf den passenden
Moment um sich auf die Bäute herab zu stürzen und zu verschlingen. Da
Bartagamen in ihrer Futterwahl nicht sonderlich wählerisch sind verschmähen
sie nahezu keine Futterquelle die sie überwältigen können, dies betrifft
sowohl tierische als auf pflanzliche Nahrung.
In jungen Jahren ernähren sich Bartagamen überwiegend von tierischer und
wenig pflanzlicher Nahrung, jedoch ändert sich dies mit zunehmenden Alter so
das adulte Bartagamen letztendlich mehr pflanzliches als tierisches
verspeisen. Dieses Verhältnis sollte auch in der Terrarienhaltung
beibehalten werden.
Wichtig ist, dass man den Bartagamen schon im jungen Alter täglich
Grünfutter anbietet! Sollte man dies versäumen, so wird man es später recht
schwer haben die Tiere an pflanzliches Futter zu gewöhnen. Es ist also sehr
wichtig Jungtieren wie auch adulten Tieren täglich Grünfutter anzubieten.
Eine junge Bartagamen ernähren sich zu etwa
90% fleischlich, hingegen ernährt sich eine adulte Bartagame 90% pflanzlich!
Hier habe ich ihnen eine ungefähre Aufstellung erstellt, mit welcher ich
schon Jahre lang gute erfahrung gemacht habe:
1-4 Woche: 90-100% tierische Nahrung & 10-20% pflanzliche Kost
1-3 Monat: 80% tierisch & 20% pflanzliche Kost
3-6 Monat: 60% tierische & 40% pflanzliche Kost
6-12 Monat: 40% tierische & 60% pflanzliche Kost
1 -2 Jahre: 20% tierische & 80% pflanzliche Kost
Ab 2 Jahren: 10% tierische & 90% pflanzliche Kost
Die meisten unserer Jungtiere fressen Beispielweise
schon 5 Tage nach Schlupf das erste Grünfutter und keiner unserer Käufer
hatte je Probleme mit Tieren die pflanzliches verschmähen. Es gibt aber auch
Züchter die anhand des Zeitaufwandes ihre Tiere ohne Grünfutter aufwachsen
lassen und so der späteren Halter Probleme hat, sein Tier an pflanzliches
Futter zu gewöhnen, da es erst auf den Geschmack kommen muss.
Bartagamen mit 1-3 Wochen füttere ich 3 mal täglich mit kleinen Futtertieren
wie Beispielweise micro-kleine Heimchen, Grillen und micro Heuschrecken +
Grünfutter (Nie größer als der Kopf der Bartagame breit ist!!)
Barteganem unter 3 Monaten füttere ich meist 2 mal
täglich, wobei die Futtertiergröße entsprechend der Bartagame gewählt wird
(diese ist meist kleine bist mittlere Heimchen, Grillen etc.). Jedes Tier
bekommt etwa 4-6 Futtertiere je Fütterung + Grünfutter.
Ab dem 3. Monat gebe ich 1 mal täglich 4-6 Tiere der entsprechenden Größe +
Grünfutter.
Ab einem Alter von 6-8 Monaten wird der Speiseplan langsam umgestellt, so
dass ich schließlich jeden 2. Tag etwa 3-5 Futtertiere anbiete. Pflanzliches
(möglichst abwechslungsreich) jeden Tag anbieten. 1 bis 2 mal pro Woche
stelle ich zusätzlichTrockenfutter ins Terrarium (Sepiaschale und
Blütenpollen sollten den Tieren ständig zur Verfügung stehen).
Und einen Fasttag pro Woche an dem es gar nichts gibt.
Bei adulten Tieren kann man noch einen 2. Fasttag in der Woche hinzufügen
und füttert schließlich nur noch 1-2 mal in der Woche Lebendfutter
Beispielweise 1-3 Heuschrecken pro Fütterung.
Bei jeder fütterung sollte darauf geachtet werden,
das die Futtertiere nicht größer sind als der Kopf der Bartagame breit ist!
So werden jungen Tieren eher Heimchen und Grillen gefüttert und adulten
Tieren eher große Heuschrecken und Schaben.
Tierische wie auch pflanzliche Nahrung sollte man mindestens 1-2 mal die
Woche mit Vitamin / Mineral Präparat versehen um den nötigen bedarf an
Vitaminen und Mineralien zu gewährleisten!
Ebenso wichtig ist es, immer Kalzium in Form von zerkleinerter Sepiaschale
im Terrarium anzubieten! Gerade die kleinen Bartagamen brauchen zum
Knochenaufbau viel Kalzium!
Die Tiere bedienen sich selbst an dem im Terrarium angebotenem Kalzium, wenn
sie ihn brauchen.
Was ist die richtige
Futtertiergröße!?
Immer wieder kommt die Frage auf, was die richtige Futtertiergröße für
unsere Schützlinge ist.
Allgemein gilt, dass das Futtertier nicht größer sein soll, als der Mund der
Bartagame breit ist.
Beachtet man diese Faustregel nicht und Füttert zu große Futtertier, so kann
dies den Bartagamen schnell zum Verhängnis werden.
Dies trifft insbesondere auf Futtertieren mit hartem Panzer zu, wie z.B.
Schaben, Käfer, Heuschrecken.
Nicht selten können Bartagamen beim Verzehr von übergroßen Futtertieren
ersticken, einen Lähmungskrampf bekommen etc. was in den meisten Fällen
einen äußerst schnellen gang zum Tierarzt erfordern würde oder sogar den Tod
des Tieres zur Folge hätte.
Diese Faustregel sollte man natürlich auch beim verfüttern von pflanzlicher
Nahrung beachten!
Je kleiner das Tier, desto kleiner die Futterstücke.
Je größer das Tier, desto größer die Futterstücke.
Gerade bei frisch geschlüpften und jungen Tieren ist dies sehr wichtig, da
anders als bei den größeren Tieren, diese noch keine so großen Stücke
vertilgen oder gar gut zerbeißen können.
Anbei eine Beispielgrafik

Tierische Nahrung - Futtertiere:
In Überarbeitung
Pflanzliche Nahrung:
In Überarbeitung
Versorgung mit Vitaminen und Mineralien:
In Überarbeitung

Wasseraufnahme:
Oft sieht man die Bartis kein Wasser trinken, daher sollte man alle zwei
Tage das Terrarium mit frischem Wasser besprühen. Die Wassertropfen die sich
auf Ästen befindet werden dann von den Tieren abgeschleckt, so kann man sie
mit ausreichend Wasser versorgen wenn man unsicher ist ob sie aus der
Wasserschale trinken. Bartagamen baden in der Regel gerne und ausgiebig.
Dazu lässt man soviel (warmes!!!) Wasser in die Badeschale (nicht in der
Badewanne oder Waschbecken baden, da dort Seifenreste, Waschmittel, etc. am
Rand haftet das die Bartis durch einen Schluck aufnehmen könnten und schaden
würde), dass die Bartis darin noch stehen können. Ist der erste Schock erst
überwunden, baden Bartagamen gerne und schwimmen ausgiebig.

Eine Liste mit
möglichem Frischfutter findet ihr hier
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