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Krankheiten
Um zu erkennen ob es dem Tier gut geht
oder ob ihm etwas fehlt muss man seine Tiere genau beobachten und ihr Verhalten
kennen.
Erkennt man Auffälligkeiten so sollte man nicht lange
zögern und etwas dagegen unternehmen.

Anzeichen für Erkrankungen können sein:
•- Appetitlosigkeit
•- Nahrungsverweigerung
•- Geringe Aktivität
•- Wachstumsstörungen
•- Fortpflanzungsstörungen
•- Gewichtsverlust
In jedem Fall sollte ein Tierarzt aufgesucht werden und
die weitere Verfahrensweise mit ihm besprochen werden. (Eine Liste von
Tierärzten die sich mit Reptilien auskennen, findet Ihr unter „Reptilienkundige
Tierärzte").
Erkrankungen können sein:
•- Parasiten:
Ein Parasit ist ein Organismus der einen Wirt benötigt
um zu überleben, er ernährt sich durch diesen und schwächt ihn damit in großem
Maße. Wichtig zu wissen ist, dass ein Parasit seinen Wirt niemals, oder nur in
den seltensten Fällen so sehr schwächen wird, dass sein Wirt verendet da dies
den Tot des Parasiten zur Folge hätte. Die Schädigung die ein Parasit jedoch
seinem Wirt antut ist sehr groß.
Parasiten saugen das Blut ihres Wirtes, übertragen
Krankheitserreger und vertilgen dessen komplette Nährstoffe.
Man unterscheidet zwischen zweierlei
Parasitenarten:
•1. Ektoparasiten:
Diese leben an der Körperoberfläche, Milben und Zecken
gehören zu ihnen. Bartagamen sind jedoch eher selten von diesen betroffen wenn
sie ausschließlich im Terrarium gehalten werden.
•2. Endoparasiten:
Dies sind Parasiten die im Inneren des Tieres leben und
somit den Organen im inneren des Tieres schaden.
Endoparasiten können Einzeller (Protozoen) wie Amöben
(Wechseltierchen); Flagellaten (Geißeltierchen).
Die Endoparasiten können Darm und Gallentrakt blockieren
oder schädigen, den Darminhalt direkt aufnehmen, Körperzellen zerstören,
Nährstoffmangel verursachen, Blut saugen oder giftige Substanzen absondern.
Durchfall, Erbrechen, Blutiger- und Schleimiger Kot sind ein deutliches Zeichen
für einen Parasitenbefall.
Hier ist eine Kotprobe beim Tierarzt abzugeben um die
Ursache genau ermitteln zu können. Der Tierarzt wird hier die weitere
Vorgehensweise mit Ihnen besprechen.
•- Bakterien:
Bakterielle Erkrankungen sind häufig im Bereich der
Atem- und Verdauungsorange zu erkennen. Die bekanntesten Bakteriellen
Erkrankungen sind Mundfäule, Salmonellen oder Lungenentzündungen.
Auch hier ist ein Tierarzt zwingend erforderlich damit
sich das Tier wieder erholen kann.
•- Mangelerscheinungen:
Eine der wohl bekanntesten Mangelerscheinungen ist
Rachitis. Hierbei handelt es sich um eine Stoffwechselerkrankung die durch eine
Unterversorgung von Vitamin-D3 und Mineralstoffen hervorgerufen wird. Dies
entsteht beispielsweise dadurch, dass dem Futter kein Vitaminpulver zugemischt
wird und die Tiere nicht ausreichend UV-Beleuchtung erhalten.
Rachitis bedeutet dass die Knochen eine unzureichende
Kalkversorgung erhalten und sie somit weich und biegsam werden, Folgeschäden
sind hier nahezu vorhersehbar.
Die folgen von Rachitis können Deformierungen der Arm-
und Beinknochen sein, Wirbelsäulenverkrümmung. Erkennt man Rachitis im
Frühstadium kann man dies oftmals erfolgreich stoppen in dem man dem Tier die
notwendigen Vitamine und Mineralien sowie ausreichend UV-Bestrahlung
verabreicht.
•- Verletzungen:
Verletzungen können immer auftreten, oft durch
Beißereien im Terrarium. Kleinere Wunden stellen in der Regel keine Gefahr für
das Tier dar. Die Wunde sollte jedoch gereinigt werden um Infektionen zu
vermeiden. Außerdem kann man die Wunde mit einer Wund- und Brandsalbe behandeln
um den Heilungsprozess zu beschleunigen. Ein regelmäßiges Kontrollieren der
Wunde ist jedoch ein Muss!
Sollte es jedoch trotz alledem dazu kommen, dass die
Wunde anschwillt und nässt hat sie sich entzündet und muss mit einer
antibiotischen Salbe behandelt werden.
Ist die Verletzung schwerwiegenderer Natur oder hat sich
die Wunde infiziert muss unbedingt der Tierarzt konsultiert werden.
•- Häutungsschwierigkeiten:
Bartagame häuten sich regelmäßig, Jungtiere häufiger als
erwachsene Tiere.
Dennoch gibt es auch hier einiges zu beachten.
Wenn man erkennt dass ein Tier in der Häutung ist sollte
man immer ein Auge auf das Tier haben, damit man frühzeitig erkennen kann ob das
Tier sich vollständig gehäutet hat.
Ist das Tier fertig mit der Häutung sollte man es sich
genau anschauen, insbesondere die Zehen und den Schwanz. Verbleiben alte
Hautreste auf Zehen oder dem Schwanz kann dies dazu führen, dass die alten
Hautreste diese Abschnüren und die Durchblutung dieser Körperteile verstärkt
einschränken, dass hätte zur Folge, dass der betroffene Körperteil einfach
abstirbt.
Erkennt man Häutungsschwierigkeiten so kann man etwas
nachhelfen in dem man die Tiere in warmem Wasser badet. Führt dies nicht zu dem
erforderlichen Erfolg sollte man Rat von einem Tierarzt einholen.
Die Häufigste Ursache für Häutungsprobleme ist eine zu
trockene Haltung im Terrarium. Mit gelegentlichem Sprühen im Terrarium kann man
die Luftfeuchtigkeit deutlich verbessern und hilf dem Tier somit besser durch
die Häutung zu kommen.
Weitere Schwierigkeiten für Häutungsprobleme
können sein:
•- Nährstoffmangel
•- Vitaminmangel
•- Mineralmangel
•- Schlechter Allgemeinzustand
•- Milbenbefall
•- Zu niedrige Temperatur im Terrarium
•- Das Fehlen von rauen Gegenständen im Terrarium (an
diesen Reiben sich die Tiere bei der Häutung).
•- Legenot:
Es kann vorkommen, dass ein Weibchen nicht mehr in der
Lage ist ihre Eier abzulegen.
Legenot äußert sich meist dadurch, dass das Weibchen
Tage bis Wochenlang sucht und gräbt und versucht einen geeigneten Eiablageplatz
zu finden, nach einiger Zeit geht sie wieder zum normalen Verhalten über und
frisst wie gewohnt ohne dass sie ihr Gelege abgelegt hat.
Hierbei besteht jedoch die Gefahr, dass die Eier im
Körper des Weibchens bleiben und ihr schwer schaden können.
In jedem Falle ist hier der Tierarzt aufzusuchen um dem
Weibchen zu helfen.
Weitere mögliche Krankheiten/Krankheitsursachen:
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Krallenprobleme:
Man sollte darauf achten, dass die Krallen der
Bartagamen
nicht zu lang werden und das Tier behindern. Bei zu
weichem Bodensubstrat kann dies der Fall sein. Dann
müssen
dem Tier die Krallen geschnitten werden. Allerdings muss
man darauf achten, dass nur der nicht durchblutete Teil
der Krallen geschnitten wird. Am besten lässt man dies
wenn es notwendig ist von einem Tierarzt machen.
•
Unterernährung:
Achtet bitte beim Kauf von jungen Bartagamen darauf,
dass sie nicht
zu dünn sind. Wenn Sie doch einmal an ein abgemagertes
Tier geraten
solltet, müssen Sie schnellstens handeln.
Symptome: Keine Fettreserven im Schwanz, dünne
Oberschenkel
Ursachen: zu wenig oder falsches Futter, Stress, falsche
Haltungsbedingungen.
Behandlung: Haltungsbedingungen optimieren, ausreichend
eiweißhaltiges Futter
anbieten. Wenn das Tier nicht freiwillig frisst, müssen
Sie es notfalls nach Absprache eines Tierarztes Zwangsfüttern,
das heißt ihm das Futter vorsichtig ins Maul schieben.
Sehr stark abgemagerten
Tieren geben wir zusätzlich einen Brei oder Hunger
anregende mittel geben. Wenn das Tier
nicht auf die Behandlung reagiert oder Sie es in einem
sehr schlechten Zustand
bekommt, solltet Ihr den Tierarzt aufsuchen.
•
Verstopfte Nasenlöcher:
Symptome: verstopfte Nasenlöcher, die Bartagame hat
Probleme beim Atmen
Ursachen: Sand, Häutungsreste
Behandlung: Ich kontrolliere regelmäßig, ob beide
Nasenlöcher frei sind.
Sand kann man vorsichtig entferne, indem ich mit einem
feuchten Ohrenstäbchen
sanft über die Oberfläche streichen. Häutungsreste (die
Innenseite der
Nasenlöcher wird auch gehäutet) werden nach einem warmen
Bad vorsichtig
mit den Fingernägeln entfernt.
Jedoch ist dies meist nicht notwendig.
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