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Die Winterruhe
In der Natur halten Bartagamen in den Wintermonaten also
zwischen Oktober und März Winterruhe. Auch im Terrarium sollte man den Tieren
die Winterruhe ermöglichen, es steigert nicht nur den Fortpflanzungstrieb der
Tiere (was wenn man Züchten will erforderlich ist), sondern erhöht auch die
Lebenserwartung und steigert die Vitalität. Man gönnt seinen Tieren mit der
Winterruhe also auch etwas Gutes.
Bartagamen brauchen bei einer dauerhaften Haltung Ihre
Ruhephase und eine Winterruhe ist meist unerlässlich.
Um die Winterruhe einzuleiten setzt man die
Beleuchtungsdauer zunächst auf 10 Stunden herunter und reduziert das Futter, bis
sie schließlich kein Futter mehr bekommen.
Man sollte die Bartagamen vor der Winterruhe noch einmal
Baden damit der Darm gelehrt wird und so im Verdauungstrakt keine Nahrungsreste
vergären können!
Die Tiere fangen dann langsam an sich zurückzuziehen.
Wenn man dies bemerkt dann kann man auch die Wärme im Terrarium langsam aber
sicher heruntersetzen, dazu reduziert man im laufe von 4-6 Wochen die
Beleuchtung und minimiert die Anzahl der Licht –und Wärmequellen, bis eine
Beleuchtungsdauer von 6-8 Std. erreicht ist. Dazu kann man einen Spotstrahler
für eine Stunde pro Tag brenne lassen oder auch empfiehlt es sich eine
Tageslichtröhre zusätzlich für einige Stunden täglich anzuschalten. Die meisten
Barti’s ziehen sich dann zurück und verbringen die nächsten 6-12 Wochen bei
Zimmertemperatur ihre Winterruhe.
Während der Winterruhe sollte die Temperatur am Tag bei
ca. 20° C liegen in der Nacht zwischen 15° und 12°C.
Während der reduzierten Aktivität lässt man die Tiere
ganz in Ruhe! Man sollte lediglich 1-2 ml Wöchentlich nach den Tieren schauen ob
alles okay ist und auf ihr Gewicht achten. Aber Bitte nicht Füttern da dieses
während der Winterruhe nicht nötig ist!
Was noch eine wichtige rolle spielt > Frisches Wasser
sollte man in dieser Zeit immer anbieten!
Um die Ruhephase zu beenden, erhöht man langsam die
Temperatur und die Beleuchtungsdauer, bis nach ca. 4 Wochen wieder der
Normalwert erreicht wurde und ab dann kann man wieder langsam mit der Fütterung
anfangen und das Tier wieder an Futter gewöhnen.
Eine Winterruhe sollte man wirklich machen, weil ihr
damit sicherstellt dass eure Tiere ein hohes alter erreichen.
Wichtig ist es, dass man nur gesunde Tiere in Winterruhe
versetzt, da die Tiere durch die kühleren Temperaturen und die geringere
Beleuchtung weniger fressen bis gar nichts mehr fressen und da alle
Körperfunktionen der Tiere also auch Abwehkräfte etc. herunter gefahren werden.
Kranke Tiere würden durch die Winterruhephase noch
stärker geschwächt werden und könnten im schlimmsten Fall sterben.
Grund Vorraussetzung ist daher vor einer Winterruhe mit
seinen Tieren einen Tierarzt aufzusuchen und dieser dann eine Kotuntersuchung
durchführt oder noch besser und sicherer, der Tierarzt soll einen abstrich
machen! Warum ? Es gibt Parasiten, die sterben zu schnell ab und man kann sie
nur ganz frisch in abstrichen feststellen!
Um einen Befall mit Parasiten auszuschließen zu können
und um sicher zu gehen, dass die Tiere auch gesund sind und man sie beruhigt in
Winterruhe versetzen kann.
Ich lasse z.B. auch keine Jungtiere aus dem gleichen
Jahr in Winterruhe und Tiere die nicht ein gewisses Gewicht entsprechend ihrer
Größe haben (wobei die dicke der Schwanzwurzel immer ein gutes Zeichen ist).
Nach z.B. überstandener Krankheit würde ich auch ein
paar Monate mit dem Winterschlaf warten.
Abschließend sei noch erwähnt, dass eine Winterruhe
grundsätzlich eingehalten werden sollte, Winterschlaf ist jedoch nicht zwingend
notwendig. Der Unterschied zur Winterruhe ist, dass die Beleuchtung ganz
ausgeschaltet wird für mehrere Wochen und keine Wärmequellen mehr im Terrarium
vorhanden sind.
Hinweis:
Bei Zimmertemperatur durchleben die Bartagame diese Zeit
problemlos! Die Temperatur sollte nicht längerfristig unter 15 Grad und auch
nicht kurzfristig unter 5-10 Grad sinken, um gesundheitliche Schädigungen zu
vermeiden.
Bartagamen die aus kühleren Verbreitungsgebieten
stammen, können auch bei niedrigeren Temperaturen überwintern! So werden z.B.
auf Zuchtfarmen in den USA Pogona’s bis zu einem halben Jahr im Freigehege
überwintert wo die Tiere kurzfristig 5 Grad überstehen!
Was ist noch wichtig? Es dürfen nur Tiere in die
Winterruhe gelassen werden, die gut genährt und völlig Gesund sind und auf
keinen fall in der Häutung sind.
Die erste Überwinterung (1 Lebensjahr) sollte
ausgelassen werden damit das Tier sich festigen kann! Dann aber um die Lebens
Qualität sicher zu stellen, sollten die Tiere eine Winterruhe machen.
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